Teutoburger-Wald

by Uwe Wittbrock


Externsteine-25

Die Externsteine

Das Naturschutzgebiet an den Externsteinen gehört zu den meistbe- suchten Touristenstätten im Lipperland. Die markante 38 m hohe Sand- stein Felsenformation ist eine beeindruckende Natur- und Kulturkulisse in “Ostwestfahlen Lippe” und steht im Mittelpunkt dieser Wandertour.     Die Externsteine haben eine etwa 100 Millionen Jahre alte Geschichte. Sedimentablagerungen eines Unterkreidemeeres, das damals weite Teile Nordwesteuropas bedeckte, verfestigte sich zu Sandstein. Durch Be- wegungen der Kontinentalplatten am Ende der Kreidezeit vor siebzig Millionen Jahren wurde der Meeresboden senkrecht nach oben gedrückt. Die starken Verwitterungskräfte wie Regen, Wind, Temperaturen und der Bach “Wiembecke” erodierten das weiche Gesteine heraus. Übrig blieb der harte und witterungsbeständige Osningsandstein und bildete die imposante Felsenkette. Wir starten vom Wanderparkplatz an der B1 Abfahrt Horn gegenüber der Gaststätte “Wald Schlösschen” und folgen den mit einen “H” gekennzeichneten Hermannsweg. An einer markanten Eiche biegen wir nach links ab und wandern steil bergauf, am Lönsstein vorbei, bis auf das 315m hoch gelegene Bergplateau des Knickenhagens. Schweißgebadet erwartet uns eine malerische Bergheidekulisse. Die Idylle ist keine Natur-, sondern eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft. Sie entstand als Folge jahrhundertelangen bäuerlichen Beweidung mit Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern. Den Erhalt und die Pflege dieser artenreichen Landschaftsform übernehmen heute knabberfreudige Skudden - Schafe der Biologische Station Lippe. Weiter geht es in den Wald, mit den ersten Felsen und wunderbaren  Ausblicken über das Lipperland. Bevor wir zu den Externsteinen und ins touristische Treiben hinabsteigen bewundern wir noch die urigen, alten und sehr fotogenen Baum- gestalten. Auseinandergebrochene allmählich vermodernde Bäume. Im Tod lebenspendend für unzählige Insekten, Pilze und Mikroorganismen. Sicherlich regten die Externsteine seit Urzeiten die Phantasie der Menschen an. So soll Karl der Große hier ein germanisches Heiligtum (Irminsul /gewaltige Säule/ Baumstamm) in eine christliche Kultstätte umgewandelt haben. Legende oder Wahrheit? Auch muß die alte Streitfrage, ob die Externsteine als vorchristlicher Kultplatz oder auch als Observatorium in der Jungstein-und Bronzezeit genutzt wurden, unbeantwortet bleiben. Bei archäologische Ausgrabungen wurden Steingeräte von Jäger und Sammlern aus der Altsteinzeit (ca. 10000 vor Chr.) gefunden, aber einen Nachweis für die Kultplatztheorien lieferten sie nicht. Erste Erwähnung der Externsteine stammen aus einer Urkunde (ca. 1129 ) des Werdener Abtes Bernhard, der in “Holthusen sive Eggesterenstein” einen Hof an einem bedeutenden Fernweges die “Cöllnischen Straße” (Bundesstr. 1) besaß und wahrscheinlich als Raststation zwischen Werden-Helmstedt nutzte. Lange Zeit galt ein Kaufbrief (von 1093) des Benediktinerklosters Abdinghof in Paderborn als ältestes Schriftstück. Es erwies sich jedoch als Fälschung. Die in den Felsen gemeißelten Räume und Reliefs aus dem Hochmittelalter stammen aus dem Hochmittelalter und sollen als Ersatzwallfahrtsort, die heiligen Stätten Jerusalems, darstellen. Ein weiteres Kulturdenkmal läßt uns die Strapazen frühzeitlichen Reisens erahnen. Auf der Hohen Egge befindet sich ein in Felsen gehauener Hohlweg mit rätselhaften, künstlich angelegten Wagenspuren. Der “Hornsche Weg” Reste eines uralten Fernhandels- weges (B1) zwischen Horn, Extersteine und Paderborn. Über den Bärenstein folgen wir wieder den Hermannsweg, durchqueren einen alten Hudewald, mit Eichen, Buchen und immergrünen Stechpalmen, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Unterhalb der Bärensteinfelswänden folgen wir einen kleinen, versteckten Pfad mit Steinkreisen und Steinlabyrinthen, die von spirituellen Menschen als Kraftorte genutzt werden. Über den mit A3/ A5 markierten Eggeweg, Richtung Silbermühle, wandern wir zum Ausgangspunkt.

Kurzbeschreibung:

Viele Spekulationen und wenig Wissen begleiten uns auf dieser faszinierenden Wanderung um die Externsteine. Sie führt uns durch ein Naturschutzgebiet mit einen bedeutenden kulturge- schichtlichen und naturkundlichen Hintergrund. Blaubeerteppiche, romantische Bergheiden, uralte Hudenwälder mit bizarren Baumgestalten und mehrhundertjährige Baumruinen begegnen uns auf Schritt und Tritt. Und natürlich die sagenumwobenen Felsen im Osning (Teutoburger Wald) mit seinen von Menschenhand geschaffenen, rätselhaften Anlagen. Über die neuesten Forschungs- ergebnisse zu den Externsteine berichtet ein Informationszentrum die interessierten Besucher.

Ausgangspunkt:

Parkplatz an der B1, Abfahrt Horn, gegenüber der Gaststätte Waldschlösschen.

Weglänge:

8,5 Km

Gehzeit:

3 Stunden

Steigungen:

234 Höhenmeter

Gastronomie:

Gaststätte an den Externsteinen und Holzhausen.

Tourbeschreibung:

Tourbeschreibung/ Karte als PDF                Tourenkarte bei Googel Maps angezeigen.

GPX Track:

GPX Track  Die komprimierte “ZIP Datei” herunterladen  -  Datei speichern - Zip Ordner öffnen - GPX-Datei extrahieren - Mit einer Routenplanungs Software läßt sich der Track anzeigen und auf ein GPS Gerät übertragen GPS System  

 

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